Stephan Balkenhol, Johannes Brus, Timm Ulrichs, Peter Brüning, Ulrike Zilly,
Robert Hartmann, Brigitte Trennhaus, Werner Barfus, Johannes Lenhart, Beatrix Sassen

Beatrix Sassen

geboren 1945. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys 1965 - 67 und Erwin Heerich 1975 - 78. Lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Humane Formate, am Menschenmaß orientiert, und eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien kennzeichnen die Arbeiten von Beatrix Sassen. Als Beuys-Schülerin macht sie erfahrbar, dass Kunst und Kreativität elementare Aktivitäten sind, durch die Menschen ihr Leben und ihre Lebensumwelt gestalten. Individuelle Erlebnissituationen und Bilder thematisiert sie in einer Weise, die ihnen überindividuelle Gültigkeit gibt: Paare, Mann und Frau, menschliche Figur, und immer wieder die Frau - als Madonna, gekreuzigt oder als Pietá . Eine zweite Anschauungsdimension bilden die Orte und Räume: Hier nehmen Vorstellungsbilder von Gebäude, Behausung oder Hülle Gestalt an und transportieren Assoziationen von Geheimnis, Geborgenheit, Schutz oder Einsamkeit und Unbehaustheit. In Beatrix Sassens Arbeiten trifft sich eine der klassischen Plastik entstammende Formensprache mit einer sensiblen und kreativen Materialästhetik, die aus Pappe, Streichholzschachteln, Fundstücken aller Art etwas zu machen weiß. So gelingt der Künstlerin, im Material versteckten Ausdrucksmöglichkeiten Gestalt zu geben.

Projekt im Rahmen der Euroga:

Schreitendes Tor, 2002
Holz, bemalt
Höhe: 4,50 m
Standort: Freizeitpark Volkardey, Zugang Niederbeckweg, Höhe Steinzeitdorf

Das "Schreitende Tor" symbolisiert die Grenze und die Verbindung zwischen Ratingen und Düsseldorf. Es steht an einem durch häufigen Gebrauch entstandenen Pfad in der Wiese, ein Hinweis auch auf die nomadische Eigendynamik der menschlichen Bewegung, die keine künstlich ernannten Grenzen mehr akzeptieren will. Mit dem Tor nach Düsseldorf endet der Kunstweg in Ratingen.