Phantastische Welten
Vom Surrealismus zum Neosymbolismus. Drei Malergenerationen des 20. Jahrhunderts
28.05.2010 - 01.08.2010


Ende, Jonnys große Liebe. 1964.


Esser, o.T. ( Fliegendes Schwein ), 2007.


Phantastische Welten

Vom Surrealismus zum Neosymbolismus.
Drei Malergenerationen des 20. Jahrhunderts


Eröffnung Fr - 28.05.2010 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer 28.05. - 01.08.2010


Das Wort „surrealistisch“ wurde 1917 von dem französischen Dichter Guillaume Apollinaire geprägt. Erst 1924 erschien das „ Manifest du Surréalisme “ von André Breton. In dieser Schrift postuliert er den Traum, die Vision des Wahnsinns und der Halluzinationen als eine ebenso gültige Form des Begreifens von Wirklichkeit zuzulassen wie das normale vom Verstand kontrollierte Denken und Empfinden. Sigmund Freuds Psychoanalyse wird verherrlicht, man huldigt der Einsicht des Traums und scheinbar gegensätzliche Zustände wie Traum und Wirklichkeit werden thematisiert.

Die erste Malergeneration, die in direkter Nachfolge zu den Pariser Surrealisten im André Breton zu sehen ist, ist vertreten durch Edgar Ende (1901- 1965), Georges Spiro (1909-1984), Karl Heidelbach (1923-1992) und Uwe Lausen (1941-1970). Die Arbeiten von Roland Delcol (geb. 1942), Edi Brancolini (geb. 1946) und Peter Bömmels (geb. 1952) vertreten die zweite Malergeneration der europäischen Surrealisten. Sie entwickeln sich vor dem Hintergrund der Pop-Art, Neuem Realismus und Postmoderne in Richtung Hyperrealismus und Neosymbolismus. Ihre Werke knüpfen mit ihrer phantastischen Malerei an Vorbilder wie René Magritte, Paul Delvaux und Max Ernst an. Die jüngste Generation wird vertreten durch Christine Weber (geb. 1963), die sich in ihren Bildern Impulse aus den Montagetechniken des Films holt, und Frank Jacob Esser (geb. 1970), der dem Betrachter eine verspielte Märchenwelt entgegenhält.

Die Ausstellung nimmt den Betrachter mit alogischen Darstellungen in nicht selten apokalyptischen Szenerien, wie auch in ihren abenteuerlichen und bedrohlichen Visionen gefangen. Ihre oft atypische und individuelle Mythologie verknüpft reale Welten und oft alptraumhafte Daseinsentwürfe.

Die Verbundausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Sammler Prof. Dr. Axel Hinrich Murken und wird federführend als Kooperationsprojekt des Kultursekretariats NRW Gütersloh mit dem Siegerlandmuseum im Haus Oranienstraße | Siegen, dem Kunstverein | Gütersloh, dem Museum Moderner Kunst Wörlen | Passau, dem Kloster Bentlage – Internationales Zentrum | Rheine und dem Kunstmuseum Bayreuth | Bayreuth durchgeführt.

Hierzu erscheint ein Katalog.

Veranstaltungsprogramm im Rahmen der Ausstellung

Öffentliche Führungen:
sonntags um 11.30 Uhr am 30.5. | 20.6. | 11.7. | 25.7.
2,80 € pro Person

Kunstpause - die informative Kurzführung am Mittag
Alle 14 Tage donnerstags um 13 Uhr
2,80 € pro Person

Offenes Familienprogramm
sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr am 30.5. | 11.7.
5,00 € pro Person

Filmabend
Surrealistische Filme von Luís Bunuel und Jean-Luc Godard
Donnerstag, 17.6. um 19.00 Uhr

Lesung
Almuth Wessel liest Michael Ende
Donnerstag, den 24.6. 2010, um 19.00 Uhr
5,00 € pro Person

Sammlergespräch
Dr. Johannes auf der Lake, Kunsthistoriker und Künstler, im Gespräch
mit dem Sammlerehepaar Dr. Christa Murken, Kunsthistorikerin, und Prof. Dr. Axel Hinrich Murken, Medizin- und Kunsthistoriker.
Donnerstag, den 15.07.2010, um 19.00 Uhr

Matinee
Berg³. sprechen-singen-spielen. Christian Morgenstern
Drei Schauspielergenerationen einer Familie treffen sich: Rolf Berg, Rolf Berg sen. und Jan Niklas Berg. Die Auseinandersetzung mit dem obskuren und tiefgründigen Humor Morgensterns verspricht ebenso spannend und vergnüglich zu werden wie das Zusammenspiel von Großvater, Vater und Sohn. Musikalisch begleitet wird dieser Abend von Max Zentawer.
Sonntag, den 01.08.2010, um 11.00 Uhr

Medienzentrum / Eingang Museum der Stadt
Grabenstraße 21, 40878 Ratingen
Vorverkauf: Amt für Kultur und Tourismus - T. 02102/550-4104 - und Reisezentrum Tonnaer - T. 02102/28039

Fest der Sinne
Das Museum bietet während der Ausstellung ein Fest der Sinne für Gruppen ab 10 Personen (max. 30 Personen) an. Die Teilnehmer werden außerhalb der Öffnungszeiten durch die Ausstellung geführt und können sich im Anschluss bei einem kleinen Buffet und Wein entspannen. Auf Wunsch vermittelt das Museum zusätzlich musikalische Begleitung. Die Veranstaltung ist kostenpflichtig.
Infos unter Tel. 02102/550-4180/1

Museumsferienwerkstatt
Für Kinder von 7 bis 11 Jahren
Dienstag, 20.7. bis Freitag, 23.7. jeweils 11.00 bis 14.00 Uhr
30,00 € pro Kind
Infos und Anmeldung beim Jugendamt
Tel. 02102/550-5115/-5132

Schulprogramm
Der museumspädagogische Dienst bietet ein kostenloses Vermittlungsprogramm mit theoretischem und praktischem Teil für alle Schulstufen und Altersgruppen an.
Detaillierte Informationen werden Ihnen auf Wunsch gerne zugesandt.